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Seenotretter
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Fachkundenachweis für pyrotechnische Notsignale, 24.11.2017

Art.Nr.:
FKN01
Göteborg/Schweden
Universität Kassel, Wilhelmshöher Allee, Raum 1607
14.07.2018
24.11.2017
40,00 EUR
inkl. 19% MwSt.

Fachkundenachweis (FKN) für pyrotechnische Notsignale, 24.11.2017

18.00-21:00 Uhr

Die meisten seegängigen Boote sind mit pyrotechnischen Seenotsignalmitteln (Signalraketen, Handfackeln, Rauchsignalen) ausgerüstet. Während Handfackeln und Rauchsignale ohne besondere Einschränkungen erworben werden dürfen, ist der Erwerb, der Transport und die häusliche Lagerung von Signalraketen nur gestattet, wenn ein  Fachkundenachweis nach dem Sprengstoffgesetz vorgelegt werden kann. Dieser Nachweis wird im Yachtsport auch als Pyroschein oder Knallschein bezeichnet.

Während früher nur ein Stempel (der sog. Befreiungsvermerk) in den amtlichen Sportbootführerschein-See (SBFS) oder Sportbootführerschein-Binnen (SBFB) eingetragen wurde, gibt es nun ein eigenständiges Zertifikat. Der FKN ist jedoch auch, oder sogar noch mehr, für die Besitzer der freiwilligen Führerscheine "Sportküstenschifferschein (SKS)", "Sportseeschifferschein (SSS)" und "Sporthochseeschifferschein (SHS)" erforderlich, da sich diese sich mit ihren Schiffen gern mal weiter von der Küste entfernen.

Nicht nur in der Yachtcharter gibt es Ausrüstungsempfehlungen, die den Charakter von Vorschriften tragen, welche einen Satz pyrotechnischer Seenotsignale an Bord erfordern. Deshalb ist es für jede Yachtchartercrew erforderlich, über die dafür nötige Qualifikation zu verfügen. 

Als fataler Fehler könnte sich der Gedanke erweisen, aufgrund des fehlenden Fachkundenachweises einfach die Seenotsignale von Bord zu nehmen. Bei einem eventuellen Seeuinfall stellt das einen deutlichen Verstoß gegen die Seemännischen Sorgfaltspflichten dar!

Info: Seit kurzer Zeit gibt es für die Charterer in Deutschland die Möglichkeit, auch ohne den Besitz eines FKN-Scheines Yachten zu chartern, wenn das Charterunternehmen eine detaillierte Einweisung durchführt und diese auch dokumentiert. Die Notsignale sind dann in einem versiegelten Behältnis mitzuführen.

Der praktische Umgang mit Seenotsignalen wird übrigens auch sehr intensiv bei unserem Schwerwetter-Sicherheitstraining geübt.

Prüfungsinformationen
Die Nebenkostenwerden unter Berücksichtigung von Reise- und eventuell anfallenden Raumkosten vor Ort abgerechnet.
  • Antrag und Gebühren müssen 14 Tage vor der Prüfung beim Prüfungsausschuss eingegangen sein.
  • In Verbindung mit einer SBF-See bzw. SBF-Binnen-Prüfung (sog. Kombiprüfung) fallen keine zusätzlichen Reisekosten an, wenn die Prüfungen am selben Tag und Ort abgelegt werden.

Zulassung

  • ab 16 Jahren
  • Amtlicher oder vom DMYV / DSV ausgestellter Sportbootführerschein oder sonstiger Befähigungsnachweis

Theoretische Prüfung

Im theoretischen Teil ist ein Fragebogen mit 15 Fragen aus dem 60 Fragen umfassenden Fragen- und Antwortenkatalog FKN zu beantworten.

Praktische Prüfung

Im praktischen Teil ist die sichere Handhabung von Seenotsignalmitteln im tatsächlichen Gebrauch nachzuweisen (Fallschirm-Signalrakete (rot), Rauchfackel (orange) bzw. Handfackel (rot), Rauchsignal (orange/Dose), Signalgeber mit Magazin/Trommel und Umgang mit nicht gezündeten Signalmitteln/ Versagern).